Zahnarztpraxis

Absterben des Zahns

Ursachen

Zahnwurzel

Häufig sind Zähne durch Karies und Parodontose so stark angegriffen, dass es zum Absterben des Zahnnervs gekommen ist. Dies bedeutet, dass der Zahn mit seinen Hart- und Weichgeweben nicht mehr mit Blut und Nährstoffen versorgt wird.
Durch die Invasion von Bakterien aus dem Kariesherd, wird das abgestorbene Nervgewebe im Inneren des Zahnes bakteriell zersetzt. Es kommt meistens zu Entzündungsreaktionen, die mit erheblichen Schmerzen einhergehen können.

Nicht immer muss das Absterben eines Zahnes allerdings bemerkt werden. Je nach Art der Keime oder der Verfassung der eigenen Immunabwehr kann der Prozess für den Patienten auch völlig symptomfrei verlaufen.

Allerdings lässt sich in beiden Fällen nach einiger Zeit auf dem Röntgenbild ein klarer Befund erkennen:

Knochenrückbildungszone

Das Knochengewebe um die Wurzelspitze - also der Verbindungsstelle zwischen dem Bakterienherd und dem umliegenden Gewebe - beginnt sich zurück zu ziehen. Man erkennt dies auf dem Röntgenbild an einer dunklen Zone. Hier handelt es sich um eine Abwehrreaktion des Körpers, der versucht, den toten Zahn durch aktiven Abbau von Knochen los zu werden.

In dieser Phase gibt es mehrere Möglichkeiten, wie sich Patient und Zahnarzt verhalten können:

Zum Beispiel könnte man die natürlichen Prozesse etwas beschleunigen und den kranken Zahn einfach ziehen, um den bakteriellen Herd in der Mundhöhle so schnell wie möglich zu entfernen. Doch damit ist das Problem nur vordergründig gelöst, denn zurück bleibt eine Zahnlücke die neue Probleme aufwirft:

Drei künstliche Zahnwurzeln im Unterkiefer ca. 750 € je Implantat

Wie wird die Lücke geschlossen?

Mit einer Brücke, einem Implantat? Gibt es Nachbarzähne für die Befestigung einer Brücke? Ist genug Knochen für ein Implantat vorhanden? Wenn die Lücke nicht geschlossen wird, besteht die Gefahr, dass Nachbarzähne in die Lücke kippen und sich die gesamte Bisssituation des Patienten verschiebt.

Häufig wird auch in einer Operation die Wurzelspitze chirurgisch aus dem Kiefer entfernt. Doch auch hierbei ist eine Reinigung des Zahninneren unumgänglich, wenn auf lange Zeit ein Erfolg erwirkt werden soll.

Zahn ohne Gegenzahn, der sich in die Lücke schiebt ca. 1000 € je 2Kronen+ 2Br.Glieder

Die beste Lösung ist deshalb in der Regel, wenn alles so bleibt wie es ist, d.h. dass nur der abgestorbene Zahn und das ihn umgebende Gewebe wieder in einen gesunden, stabilen Zustand zurückgeführt wird. Hierzu ist eine Behandlung notwendig, die den Zahn von innen reinigt und desinfiziert. Ziel dieser Maßnahmen ist die möglichst rückstandslose Entfernung aller Bakterien aus dem Inneren des Zahnes. Auf diesem Gebiet der Zahnmedizin - der Endodontie - hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten enorm viel getan.